Ralf-Koch.de§ Doors Down Setlist Bremen

Rock-, Pop- und Szene-News und mehr....

  • Startseite
  • Friebo
  • Radio Jade
  • Oldenburg 1
  • Friebo
  • Neue CDs
  • Interviews
  • Zur Person
  • Links






CDs des Jahres 2010 – Die TOP TEN (oder 18)

Die CDs, über die ich mich 2010 am meisten gefreut habe!

1. The Intersphere – interspheres-atmospheres

Heroes & Zeros – Simian Vices Modern Devices

Anathema – we’re here because we’re here

Gazpacho - Missa Atropos

Transatlantic – The Whirlwind

Demians – Mute

Kings of Leon - Come Around Sundown

Skunk Anansie – Wonderlust

Trapt - No Apologies

Creed – Full Circle

Selig – Von Ewigkeit zu Ewigkeit

Vanden Plas – The Seraphic Clockwork

Aspera – Ripples

Across The Delta - Passports & Souvenirs

Circa Survive –Blue Sky Noise

Enno Bunger – Ein bisschen mehr Herz

Lostprophets – The Betrayed

Melissa Etheridge - Fearless Love 

CDs des Jahres 2010 – Die TOP (eigh)TEeN - en detail:

1. The Intersphere – interspheres - atmospheres
Selten wurde ein Rennen so früh entschieden. Und damit meine ich nicht die Tatsache, dass dieses Album bereits im Februar erschienen ist, sondern dass mir klar war, dass es kein anderes Album geben würde, das mir 2010 so viel bedeuten würde! Und das trotz der Großtaten, die noch kamen (s.u.) – und die ich ungern mit Rangfolgen belege, denn je davon hat ihren Wert auf ganz andere Art!

Heroes & Zeros – Simian Vices Modern Devices
Letzten Endes nur ganz knapp dahinter: Ein super Album zwischen griffigem Indie Rock und ausschweifenden Instrumental-Eskapaden, die teilweise auch ins (Porcupine Tree-like) psychedelische gehen. P.T., Radiohead, Fictionplane, The Intersphere, das sind die Eckpunkte, zwischen denen die Norweger Heroes & Zeros auf ihrem zweiten Album ihr musikalisches Netz spannen.

HEROES & ZEROS im WDR Rockpalast    Nochmal zum Anschauen:HIER!

Anathema – we’re here because we’re here
Ein Hammer-Album! Und einmal mehr ihr bestes. 1990 mit Doom gestartet, ging es über Metal zum Prog und mittlerweile sind sie im sphärischen New Artrock angekommen – pompös, orchestral, Floyd-meets-Porcupine-Tree-Sounds. Sie werden mit jedem Album besser.

Gazpacho – Missa Atropos

Sie machen einfach weiter! Auf gleich hohem Niveau wie die populären Vorgänger, mit einem weiteren Konzeptalbum und einem weiteren, atemberaubendem Mix aus großen, melodischen Momenten und introvertierter Stille, fast moderner Klassik. Nicht nur das: Fast möchte man sagen, sie haben sich ein weiteres Mal gesteigert- v.a. was die Ausgewogenheit des Albums betrifft. Genial! Und nicht nur für Fans von Marillion bis Sigur Ros interessant. (HWT/Sony Neo)


Transatlantic – The Whirlwind
Die größte Überraschung an diesem Album ist, dass es überhaupt dazu gekommen ist. Musikalisch sollte man nichts Überraschendes erwarten – nur einen ganzen Stapel grandioser Songs, ausschweifender Prog-Epics und fantastische Soli. Transatlantic halt. Welcome back!

Demians – Mute
Eine Wahnsinnsmischung aus Alt.Rock und Prog, immer wieder erweitert durch orchestrale Passagen oder auch ganz ruhigen Klängen, aus Porcupine Tree, Riverside, Anathema und Muse. Ganz groß!  

Kings of Leon - Come Around Sundown
Eine reife Leistung. Unbeeindruckt vom Popularitätsschub der letzten 2 Jahre machen sie einfach da weiter, wo sie 2008 aufgehört haben – mit dieser unnachahmliche Mischung aus Hymne und total abgezockt-cooler Relaxtheit, die ihnen momentan keiner so gut nachmacht. Kurz: Sie bleiben die Band der Stunde.

Skunk Anansie – Wonderlust

Toll! Eine Reunion, die keine weiteren Argumente braucht. Schon die erste Tour war atemberaubend, das Album legt noch einen drauf! Bei allem Respekt für ihre Soloalben, offensichtlich fehlt Skin ohne ihre Jungs etwas, um sich in all ihren Facetten ausleben zu können.  

Trapt - No Apologies
Kräftiger, kerniger Alt. Rock mit herrlich rauen Vocals – ohne (mit bspw. Growls oder Screams) je zu hart zu werden, aber immer mit dem nötigen Drive. Und v.a. mit den richtigen Songs und Hooklines! Ein furioser Einstand!

Creed – Full Circle
Sie waren „Torn“ und „Weathered“, fragten sich „What if“ ihre Solokarrieren sie noch „Higher“ bringen könnten and sangen ihr „Lullaby“ 2001. Nur um 9 Jahre später die losen Enden wieder zusammenzufügen und den Kreis wieder rund zu machen. „Full Circle“ ist die gelungene Rückkehr 2010 – und wir empfangen sie mit „Arms wide open“!

Selig – Von Ewigkeit zu Ewigkeit
Auch eine Art „Full Circle“: Mit diesem Album beweisen sie dass sie zurecht als KULT gehandelt wurden. 2010 klingen sie wieder genauso wie wir sie mit ihrem genialen Debüt 1994 kennen gelernt hatten. Cool, mal psychedelisch, mal abgefuckt, mal richtig Hit-verdächtig (4/6). Danke dafür! Nur: Was kommt jetzt?

Vanden Plas – The Seraphic Clockwork
Deutschlands erfolgreichste Prog-Metaller melden sich zurück. Vier Jahre nach „Christ 0“, in denen sie v.a. mit Musical-Produktionen untergetaucht waren, ist dieses Meisterwerk ein Füllhorn an Ideen, Melodie und epischem Bombast. Allein die drei Longtracks sind grandios!

Aspera – Ripples
Im Prog-Metal ist es schwer, noch etwas Neues hinzuzufügen. Also geht es um gute Songs und die richtige Mischung. Und die haben die Norweger Aspera: Immer melodisch und songorientiert, mit dem richtigen Biss ohne durchgängig „heavy“ zu sein, mit der richtigen Komplexität, ohne frickelig zu sein. Das erinnert nicht selten an eine härtere Version ihrer Labelkollegen Enchant. (InsideOut)

Across The Delta - Passports & Souvenirs
Muse, dredg, The Intersphere: „Post Prog, Pre Pop“ nennen die drei Wiener ihre Mischung selbstbewusst und legen eine Mischung vor, die obige Referenzen erlaubt, aber immer eigenständig ist. Komplex aber immer Song-orientiert, melodisch und abwechslungsreich. Spannend!

Circa Survive –Blue Sky Noise
Nach zwei Indie-Alben jetzt mit dem Major-Debüt. Ohne negativen Folgen: Auch 2010 präsentieren die Jungs um den Sopransänger Anthony Green (ex-Saosin) einen tollen Mix aus Indie, PostRock, (Screamo), Pop und Prog, mal anspruchsvoll vertrackt, mal eingängig songorientiert.  

Enno Bunger – Ein bisschen mehr Herz

Es ist vollbracht: Das Debütalbum der Leeraner. Voller grandioser Songs zwischen Pop-Rock und Herzschmerz-Piano-Perlen, zwischen Coldplay und Montag. Vereinzelt fast etwas arg pathetisch – aber brauchen wir das nicht alle mal? 

Lostprophets – The Betrayed

Die Waliser scheinen von der Frucht des Erfolges gekostet zu haben. Größtenteils fern ihrer NuRock/Metal-Wurzeln präsentieren sie sich mit großen Stadionrockhymnen und vereinzelt fast radiokompatibel! Groß, aber so dann doch überraschend… 

Melissa Etheridge - Fearless Love
Yes, she can! Drei Jahre nach ihrem halb-ätherischen Konzeptalbum „The Awakening“ steht die Wahlkalifornierin wieder mit beiden Beinen im Rock! Und knallt uns in bester, abwechslungsreicher Manier ein Dutzend Song um die Ohren, die alle alten Fans von den Stühlen hauen dürften!